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Themen auf dieser Seite:
EU-Behindertenkonvention
BMWi “Ökonomische Impulse eines barrierefreien Tourismus”
BMWi “Wirtschaftsfaktor Alter”
Natko Referatsfolien
Studie “Barrierefreie Gestaltung des alten und des geplanten Hauptbahnhofs in Stuttgart”


EU-Behindertenkonvention (Vereinte Nationen)

Auszüge:

Zweck dieses Übereinkommens ist es, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern“ (Artikel 1, Satz 1).”

Nach Artikel 4 der Konvention haben sich Bund und Länder verpflichtet,

  • die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen,
  • Benachteiligungen zu verhindern und
  • zweckentsprechende Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstige Maßnahmen zu treffen, um die Vorgaben der Konvention zu realisieren.

7. Barrierefreiheit:

  • Verknüpfung jeder finanziellen Förderung mit der Bedingung der Barrierefreiheit;
  • Legislative Maßnahmen:
  • Wirksame Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen;
  • Verbindlichen Zeitplan für die barrierefreie Nachrüstung öffentlicher Gebäude verankern;
  • § 3 Arbeitsstättenverordnung so ändern, dass Barrierefreiheit grundsätzlich herzustellen ist.

Quelle: http://www.bundestag.de/behindertenrechtskonvention.pdf


Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
“Ökonomische Impulse eines barrierefreien Tourismus für alle” (März 2004)

Auszüge aus 2. Veröffentlichungen zum barrierefreien Tourismus

S. 13: Das Prinzip der Barrierefreiheit wird immer noch lediglich auf die Zielgruppe der behinderten Menschen bezogen. Das ist unverständlich, zumal deutschland- und europaweit Berichte und Gutachten immer wieder herausstellen, dass die Herstellung von Barrierefreiheit im Interesse aller Menschen und nicht einer bestimmten Personengruppe mit besonderen Anforderungen erfolgt. So ist bekannt, dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 % der Bevölkerung zwingend erforderlich, für etwa 30 bis 40 % notwendig und für 100 % komfortabel ist.

S. 24: Eine barrierefreie An- und Abreise ist für über 74,1 % der mobilitäts- und aktivitätseingeschränkten Reisenden wichtig für die Wahl ihres Reiseziels (vgl. auch Kap. 2.2.3). Dem gegenüber fühlen sich 52,1 % der Reisenden mit Behinderungen in diesem Bereich beeinträchtigt.

Zu den Personen, für die Barrierefreiheit eine zwingende Grundvoraussetzung zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeutet, gehören beispielweise Menschen mit körperlichen Einschränkungen (wie geh- oder greifbehinderte Personen oder Rollstuhlfahrer), sensorisch oder sinnesbehinderte (z. B. blinde/sehbehinderte oder hörbehinderte/ertaubte Personen) sowie geistig und lernbehinderte Personen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Zu der Personengruppe, für die eine barrierefreie Umwelt notwendig ist, ... Das sind z. B. Personen mit vorübergehenden Unfallfolgen, Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit schwerem Gepäck sowie Familien mit kleinen Kindern oder auch ältere Menschen.

Letztlich ermöglicht die Herstellung von Barrierefreiheit im Tourismus allen Menschen einen einfachen, intuitiven und sicheren Zugang und steigert dadurch den Komfort, die Attraktivität und Qualität von touristischen Angeboten und Dienstleistungen. (vgl. Zeimetz/ Neumann 2000)”

Quelle: bmwi.de/Ökonomische Impulse eines barrierefreien Tourismus für alle / zum download der pdf

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Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Wirtschaftsfaktor Alter - Barrierefreiheit: Zugänglichkeit für alle sicherstellen (April 2010)

Auszüge:

Im Jahr 2035 wird Deutschland eine der ältesten Bevölkerungen der Welt haben. Knapp die Hälfte der Menschen wird dann 50 Jahre und älter, jeder dritte Mensch älter als 60 sein.
“Wir werden weniger, älter und bunter

Die demografische Entwicklung geht einher mit einer beträchtliche Steigerung der Anzahl älterer Menschen und somit einer wachsende Zahl mobilitäts- oder aktivitätseingeschränkter Menschen. Als eine Folge verändern sich die Kundenbedürfnisse und ergeben sich für Unternehmen neue beziehungsweise zusätzliche Nachfragepotenziale.

Mit dem Anstieg des Durchschnittsalters und der Lebenserwartung wird auch der Anteil von Menschen mit körperlichen Einschränkungen zunehmen. Chronische Erkrankungen und Behinderungen treten überwiegend erst in fortgeschrittenem Lebensalter auf. Nur ca. vier Prozent aller Deutschen sind von Geburt an behindert.

Darüber hinaus sind etwa 30 bis 40 Prozent der Menschen hierzulande chronisch erkrankt oder vorübergehend eingeschränkt, beispielsweise durch Unfallfolgen. Auch sie profitieren von barrierefreien Angeboten. Letztendlich kommen sie aber jedem von uns zugute, da sie für alle das Leben erleichtern.

Fazit: Barrierefreiheit ist für zehn Prozent der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel und ein Qualitätsmerkmal.

Auszüge aus: http://bmwi.de/wirtschaftsfaktor-alter-faktenblatt-4-barrierefreiheit.pdf

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Aus Referatsfolien von Natko – Der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus:

  • 6,7 Mill. registrierte schwerbehinderte Menschen in Deutschland (8,1%)
  • etwa die Hälfte aller behinderten Menschen sind über 65 Jahre alt

Quelle: Natko - Referatsfolien - Tourismus für Alle


Studie “Die barrierefreie Gestaltung des alten
und des geplanten Hauptbahnhofs in Stuttgart” (August 2008)

Auszüge:

Unvorstellbar, dass bei einer solchen großen Planung diese doch relativ kleinen Probleme nicht zu integrieren sind. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass viele Fördermittel vergeben werden, die auch von Menschen erwirtschaftet werden, die nachher in ihrer eigenständigen Nutzung eingeschränkt bzw. ausgegrenzt werden.

Die Barrierefreiheit im Bezug auf die sensorischen und kognitiven Behinderungen, konnte innerhalb den vorliegenden Pläne, der Auswertung von Beteiligungsverfahren und durch Expertengespräche nicht geklärt werden.

Herr Manfred Poethke von der Deutschen Bahn AG rechnet mit Plänen in der benötigten Detailschärfe nicht vor 2011.
So muss, um die „vergleichende Studie“ mit seriösen und belastbaren Zahlen auswerten und gegenüber stellen zu können, dann eine zweite Studie erstellt werden.
Zum derzeitigen Zeitpunkt muss der Verweis der Projektträgerin DB AG auf die „selbstverständliche“ Umsetzung der DIN-Standards innerhalb der Planung zum neuen Hauptbahnhof ausreichen.”

Quelle: Vergleichende Studie der barrierefreien Gestaltung des alten und des geplanten neuen Hauptbahnhofs in Stuttgart / Aufgestellt von Jan Schlaffke und Karsten Michael Drohsel
(Achtung:) Projektpartner: Stadt Stuttgart, Technische Universität Berlin, DB Bahn, SSB
Zu Einzelheiten zur Studie, Kontakt siehe Impressum.

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Fazit:
Erkenntnisse, die ALLEN dienen, werden
bei den S21-Planungen nicht berücksichtigt.
Der Kopfbahnhof ist schon jetzt barrierefreier,
als Stuttgart 21 es jemals werden kann!

 

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