Gesamtsituation

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Themen auf dieser Seite:
S21: Barrierefreie Erreichbarkeit
S21: Örtliche Gegebenheiten, Bahnsteigflächen
Skizze S21-Tiefbahnhof
S21: Ausstattung, Aufzüge, Treppen, Rolltreppen
S21: Personenaufkommen
Brandfall
Skizze: Zugänge von Stegen/Bahnsteigen zur S-Bahn
Simulation normaler Bahnbetrieb
Normen
Fazit
Skizze: ICE und 2 Regionalzüge am Bahnsteig 3
Absichtserklärungen der Bahn / 21 gute Gründe für S21:
Beleuchtung
Belüftung
Blindenleitsystem
In “21 gute Gründe für S21” nicht erwähnt:
Energieeinsparung
Lärmpegel
Druckpegel

S21: Barrierefreie Erreichbarkeit
Ein komfortabler und barrierefreier Bahnhof zeichnet sich dadurch aus, dass man selbst in Spitzenstunden ohne Stau oder Gedränge die Züge erreichen bzw. den Bahnhof verlassen kann. Aufzüge und Rolltreppen sind (wegen technisch bedingter Unzuverlässigkeit und Wartezeiten) eine Hürde und lediglich in Durchgangsbahnhöfen vonnöten.
Anmerkung: Da als Bauplatz für den Stuttgarter Tiefbahnhof lediglich die Schneise zwischen dem Bonatz-Bau und der LBBW zur Verfügung steht, werden die Bahnsteige in keinem Fall breiter als 10 m werden können.

S21: Örtliche Gegebenheiten, Bahnsteigflächen
Bei S21 soll ein Bahnsteig aufgrund einer Länge von 420 m und Breite von 10 m eine Fläche von 4000 qm haben. (Flächen der Rolltreppen und Treppen bereits abgezogen, jedoch noch nicht die Flächen der Aufzüge, Bänke, Mülleimer, Stellwände und Tafeln, der Bereich des Kofferkuli-Depots.)

S21-Tiefbahnhof-Skizze_web

S21: Ausstattung, Aufzüge, Treppen, Rolltreppen
Pro Bahnsteig:
3 Aufzüge und 7 Rolltreppen und 5 Treppen.
Bekannte Maße:
Treppen 7 m hoch und 2,35 m breit
Panorama-Aufzüge mit Innen-Durchmesser von 2,30 m
Bahnsteige und Bahnhofsausgang sind für Menschen mit viel Gepäck, Kofferkuli, Kinderwagen, Fahrrad, Rollstuhl und Gehbehinderung nur mittels Aufzug erreichbar.
Beim Umsteigen zu Fernzügen oder zu den S-Bahnen wird die Benutzung von zwei Aufzügen notwendig.
Fußgänger erreichen die S-Bahnen über die Treppen und dem “Personentunnel” (Bezeichnung der Bahn).

Ausfall Rolltreppen:
Anmerkung: Eine Auswertung besagt, dass zwei von 26 Rolltreppen ständig außer Betrieb sind.
Ausfall Aufzüge:
Realität bei vielen Bahnhöfen: Aufzüge stehen über Monate still.
Die DB sicherte zu, dass die Aufzüge jährlich gesehen zu 95% im Einsatz sein können.
Anmerkung: Dies würde bedeuten, dass ein Aufzug an 20 Tagen pro Jahr nicht funktionieren würde.
Bei 16 Aufzügen würden das 240 Tage jährlich ausmachen, also würde einer der Aufzüge über 240 Tagen stillstehen. - nach oben

S21_Skizze_Tiefbahnhof_S-Bahn_TreppePersonentunnel_web

S21: Personenaufkommen
In der Spitzenstunde reisen pro Bahnsteig zeitnah 4 Züge an.
49 Züge / 4 Bahnsteige = 12 Züge / Bahnsteig => Die Züge kommen im 5-Min-Takt an.

4 Regionalzüge mit bis zu 960 Passagiere

= 4.000 Menschen
(aufgerundet: wg auf Abreise wartende Menschen)

S21-Bahnsteigfläche: 420 m x 10 m 

= 4.000 qm
(abzüglich Flächen der Rolltreppen /Treppen)



Bei einem Brandfall in der Spitzenstunde:
16.000 (oder auch mehr) Menschen im Gesamtbahnhof!

Anmerkung: Im bestehenden Kopfbahnhof sind die Breiten ähnlich (teilweise auch ca. 8m), jedoch halten an diesen Bahnsteigen lediglich zwei Züge. Beim Tiefbahnhof müssen pro Gleis - v.a. in Stoßzeiten zeitnah zwei Züge - halten können. Entsprechend sind das vier Züge pro Bahnsteig, also die doppelte Anzahl von Reisenden, wie beim bestehenden Kopfbahnhof - bei der in etwa selben Bahnsteigbreite. - nach oben

S21_Skizze Zugänge von Stegen_S-Bahn_web

Simulation normaler Bahnbetrieb
„Nachdem es schon heute bei verschiedenen Verbindungen ziemlich eng am Bahnhof zugeht, steht zu befürchten, dass es zukünftig schon im normalen Berufsverkehr so eng hergeht, dass von komfortablem Umsteigen nicht die Rede sein kann. [...]
Unsere Gruppe hat mit einer hochaktuellen und fachlich anerkannten Simulationssoftware aus der Schweiz (SimWalk Transport) eine Untersuchung der Fahrgastströme am Computer vorgenommen. Unsere These war, dass es schon im normalen Bahnbetrieb beim Umsteigen zwischen mehreren attraktiven Verbindungen im Bereich der Treppen und Rolltreppen ein sehr unkomfortables Gedränge geben wird. Erst recht befürchtet unsere Gruppe dieses Gedränge aber im Falle einer kurzfristigen Räumung der Bahnhofshalle wie es beispielsweise durch eine brennende Lock der Fall wäre, wie am vergangen Mittwoch im Bahnhof Berlin-Ost.“
Quelle: PM Ingenieure22 und Unternehmer gegen S21 “Stuttgart 21, ein Bahnhof mit Komfort und Sicherheit?”

Normen
Einerseits behauptet die Bahn, sich an die Normen zu halten, andererseits findet man im PFA genügend Hinweise, dass die Nichteinhaltung der Normen vom EBA gebilligt wird. Zum Beispiel hinsichtlich Rampenneigungen, Ausmaßen von Fahrstühlen, Umsteigevorgängen für Gehbehinderte, Zugangsmöglichkeiten zu Bahnsteigen. Quelle: PFA - nach oben

Fazit:
Schon heute ist der Stuttgarter Bahnhof
komfortabler und barrierefreier als S21 !

S21_Situation_ICE_2RegZuege_web

“21 gute Gründe für S21” Absichtserklärungen der Bahn
Quelle: Broschüre ”21 gute Gründe für Stuttgart 21” (Seite 4)

Beleuchtung:
“Die Bahnsteige werden in einer unterirdischen, von Tageslicht beleuchteten Halle liegen. Die Lichtaugen stützen als Leichttragwerk das Dach ab und ermöglichen den Blick ins Freie. Sie sind zudem Teil des energiesparenden Belüftungskonzepts.”
Anmerkung: Die Lichtaugen (laut Wikipedia 10, laut Darstellung in Bildern 22) werden mit Sicherheit nicht so viel Licht in den Tiefbahnhof hineinlassen, dass es sich unterhalb des Deckengewölbes verteilen kann. Es ist zudem unvorstellbar, dass das Gewölbe auf Jahre hinweg so weiß bleibt und damit das Tageslicht reflektieren könnte.

Temperatur:
“Durch die Tieflage kann das Erdreich im Winter wärmend und im Sommer kühlend wirken. So wird keine künstliche Belüftung oder Heizung benötigt und viel Energie eingespart. Die Reisenden erwartet ein angenehm temperierter Raum ...”
Anmerkung: Der Tiefbahnhof liegt quasi im Keller. Kellertemperaturen sind üblicher Weise: im Sommer kühl, im Winter kalt.
Vorstellbar ist aber auch, dass sich im abgedeckelten Tiefbahnhof in einem heißen Sommer die Temperaturen stauen.
Und im Winter geht man eh gut gerüstet aus dem Haus, - auch wenn man zum Bahnhof will. - nach oben

Belüftung:
“Sie sind zudem Teil des energiesparenden Belüftungskonzepts.”
Anmerkung: Wurde an den Brems-Abrieb-Geruch gedacht? Er kann aus dem Tiefbahnhofs nicht ohne forcierte Belüftung entweichen.

Energie-Einsparung:
Tageslicht statt Kunstlicht = energieeinsparend...
Anmerkung: Verschwiegen werden die enormen Energieverschwender, wie Rolltreppen und Aufzüge und natürlich der verkannte Einsatz von Kunstlicht.

In der Broschüre “21 gute Gründe für S21” nicht erwähnt:

Blinden-Leitsystem:
Beim “Forum Barrierefrei” am 11.01.2011 wurde mitgeteilt, es sei ein aufwändiges System geplant. Eine Arbeitsgruppe des dipb beschäftigt sich intensiv mit dem Thema. Präsentation dipb: dipb.org/BS21-2010.pdf (Seite 8)

Lärmpegel:
In geschlossenen Räumen multiplizieren sich sämtliche Geräusche!
Anmerkung: Geräusche, wie z.B. die der Zugbremsen, können aus einem Tiefbahnhof nicht entweichen.
Dies kann besonders für Menschen problematisch sein, die ein Hörgerät tragen. Damit es nicht übersteuert, muss es ausgeschaltet werden. U.U. sind dann aber keine Durchsagen mehr zu hören und sie können nicht gewarnt werden, wenn ein Notfall eintritt.
Für Sehbehinderte, deren Hörvermögen geschärft ist sowie deren Hunde, muss der Lärm unerträglich sein. Durch die Nicht-Abgeschlossenheit im Kopfbahnhof fällt diese “Belästigung” weg.

Druckpegel:
Anmerkung: Heranfahrende Züge schieben ein Luftpolster vor sich her; abfahrende Züge ziehen einen Sog hinter sich her... - Im oberirdisch liegenden Kopfbahnhof Ausgleich mit der Außenluft. - nach oben

     

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